Festlich barockes Klanggewand im Gottesdienst am 4. Advent

So
19
Dez
2010

Einen Adventsgottesdienst der ganz besonderen Art durften die zahlreichen Besucher der Johanneskirche am Sonntagmorgen (4. Advent) erleben. Wer trotz frischem Schnee auf den Straßen den Weg fand, wurde vor Ort mit einem musikalischen Leckerbissen belohnt. Unter der Leitung vonPfarrer Andreas Groll gaben der Kirchen- und Projektchor gemeinsam mit dem Concert Collegium Osnabrück dem Gottesdienst mit Gloria in D-Dur von Antonio Vivaldi seinen musikalischen Rahmen. Dank seines weihnachtlichen Textbezuges und seinen sanften Klängen erfüllte das Stück die Johanneskirche am vierten Advent schnell mit harmonischer Weihnachsstimmung.



Die Einzelteile des Gloria in D-Dur wurden an den entsprechenden liturgischen Stellen in den Gottesdienst mit den Stimmen des Projektchores sowie den Klängen der Osnabrücker Streicher und Bläser musiklisch eingebaut. Zudem gaben die beiden Sopran-Sängerinnen Edith Muche und Gaby Mertin in Begleitung des Concert Collegiums eine Kostprobe ihrer klaren Stimmen.

Auch in seiner Predigt setzte sich Pfarrer Groll mit dem traditionsreichen Stück Gloria auseinander. In Zeiten wachsender Konkurrenzkämpfe und Macht und Ehre rief Groll dazu auf, sich wieder auf Gottes Ehre zu besinnen, seine Liebe anzunehmen und somit einen Beitrag zum Frieden zu leisten.

Im Anschluss an den Gottesdienst hatten die Besucher die Möglichkeit sich im Kirchdafé über die musikalischen Erlebnisse und Eindrücke der letzten Stunde auszutauschen.


Zum Thema:
Gloria ist ein Stück mit großer Historie. Vivaldi hat sein Gloria in D-Dur um 1715 herum in Italien geschrieben. Es gehört zu seinen bedeutendsten kirchlichen Werken. Im frühen Mittelalter durften die Prieser das Stück nur zu Ostern und ihrer Priesterweihe singen. Groll bezeichnete das Werk auch als "Gesang der Lebensfreude" welches heutzutage von allen angestimmt werden darf.

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